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Esport-Namen, die man kennen muss: KRIMZ (CS:GO)

Mit Wikingerbart, Glatze und Totenkopftatoos wirkt der Schwede KRIMZ wie jemand, der selbst gern im Spotlight steht. Doch auf dem Server ist er seit Jahren die wichtigste Unterstützung von Fnatic.

Bei Freddy “KRIMZ” Johanssons überdurchschnittlichen Leistungen über seine komplette Karriere hinweg, denkt sogar Valves Anticheat-Software VAC, dass man ihn mal bremsen muss. Schon der Start seiner Karriere war ein hektischer.

Nach vielen kleineren schwedischen Teams traf KRIMZ im Jahr 2013 auf Olof “olofmeister” Kajbjer im Team von LGB Esports. Die beiden sollten sich dort einen Namen machen, als sie bei der Dreamhack Winter 2013, dem ersten CS:GO-Major, nur knapp gegen das legendäre Lineup der Ninjas in Pyjamas verloren.

Auch bei der EMS One Katowice 2014 legte das Duo einen beeindruckenden Lauf hin und verlor schließlich im Halbfinale gegen den Turniersieger Virtus.Pro. Das war für die beiden allerdings genug, um den Sprung in das zu diesem Zeitpunkt zweitbeste Team Schwedens zu wagen: Sie wechselten zu Fnatic.

Das Rückgrat einer Ära

Fnatic hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Major gewonnen und suchte mit den zwei neuen Gesichtern das Potenzial, diese Historie auszubauen. Die Entscheidung war Gold wert. Zusammen mit Jesper “JW” Wecksell, Robin “flusha” Rönnquist und Markus “pronax” Wallsten wuchs das Team zum besten Team der Szene heran.

Nach einer knappen Niederlage gegen NiP im Finale der ESL One Cologne 2014 gab eine Siegesserie, die nur durch eine Aufgabe gegen LDLC bei der Dreamhack Winter 2014 zu stoppen war. Damals gab es eine große Kontroverse um das Match aufgrund des berühmten olofboosts.

Auch wenn das Roster zu der Zeit viel Hass von Fans abbekam, war KRIMZ laut JWs Aussage immer der Spieler, der das Team aufheitern konnte und für Ruhe und Stabilität sorgte. Dies sollte sich auszahlen, als sie dann 2015 die ESL One: Katowice und Cologne jeweils dominant für sich entscheiden konnten.

Damit war Fnatic das erste Team, das insgesamt drei Majors gewann und dann auch noch zwei in Folge. Für die Leistung erreichte KRIMZ den siebten Platz im HLTV-Gesamtranking. Schon damals war er bekannt für seine Clutches und das alleinige Absichern der Bombenspots.

Fnatic treu geblieben

Nach den zwei Major-Siegen blieb Fnatic weiter an der Spitze der CS:GO-Teams, tat sich aber schwer, weitere große Turniere zu gewinnen. 2016 entschieden sich drei der Spieler, zu GODSENT wu wechseln – flusha, JW und KRIMZ. Damit ließ er erstmals den Verletzungsgeplagten olofmeister hinter sich.

Nachdem sich dann auch das neue Experiment schnell als Fehlentscheidung herausstellte, war KRIMZ der erste der drei, der zurück zu seinem alten Team ging, flusha und JW folgten wenig später.

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Auch wenn Fnatic danach eine schwierige Phase hatte, blieb KRIMZ immer konstant: Über die Jahre hatte er bei knapp 75% aller Turniere ein postitives Rating. Dadurch schaffte sein Team es über die letzten Jahre mehrfach, einige der größten Turniere zu gewinnen.

So hatte Fnatic 2018 ein kleines Comeback bei der IEM Katowice 2018, wo sie im Finale gegen FaZe gewannen. Dort spielte zu diesem Zeitpunkt bereits KRIMZs langjähriger Teamkollege olofmeister.

2019 konnte das Team bei der Dreamhack Masters Malmö einen großen Heimsieg feiern und schlug im Halbfinale zuerst Astralis, dann im Finale den französischen Favoriten Vitality. Auch hier war KRIMZ einer der besten Spieler des Teams.

Im gleichen Jahr stellte KRIMZ einen bisher ungebrochenen Rekord auf. Bei der ESL Pro League Season 10 erreichte er gegen MIBR 47 Kills auf einer Karte, höchstwert auf LAN. Die Karte verlor Fnatic übrigens trotzdem, konnte das Match allerdings nochmal herumreißen und sich am Ende den zweiten Platz sichern.

In diesem Jahr konnten sie sich dann an Finalgegner mousesports rächen und bei der ESL PRO League Season 11 den ersten Platz belegen. KRIMZ liefert weiterhin die solide Grundstruktur, auf der Starspieler wie Ludvig “Brollan” Brolin glänzen können.

Natürlich war der obengenannte fälschliche VAC-Ban schnell wieder von seinem Account verschwunden, Krimz kann also  auch in Zukunft wieder auf Titel-Jagd mit Fnatic gehen.

Video: Ehre genommen #17 – IEM Beijing 2020

Dieses Video ist ab 16 Jahren freigegeben.

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Bildquelle: Instagram / KRIMZ


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